
Der 1 Stunde und 40 Minuten dauernde Film von Ning Hao über drei mongolische Jungen, welche versuchen der Bedeutung eines Pingpong-Balls auf die Spur zu kommen ist weiß Gott kein Meisterwerk der leichten Unterhaltung.
Die Dialoge lassen sich bequem auf zwei Bierdeckeln unterbringen und die Handlungen ziehen sich zäh durch den Film. Die nur selten begleitende Musik beschränkt sich auf ein Minimum und der anfangs interessierte Zuschauer läuft schnell Gefahr in die eigenen Phantasiewelten abzudriften.
Aber was macht diesen Film unbedingt sehenswert? Sind es die faszinierenden Naturaufnahmen der unendlich scheinenden mongolischen Steppe? Der ungeschminkte Einblick in das Leben einer Jurte? Die Abenteuer dreier mongolischer Jungen und deren Sicht auf ihre Welt? Oder einfach nur die Komik des mongolischen Alltags?
Ning Hao zeigt dem Zuschauer nicht nur auf sehr dezente, fast subtile Weise die schlichte Schönheit der Mongolei, mit ihren ebenso anspruchslos lebenden Bewohnern, sondern vielmehr welche Bedeutung Familien oder Freunde haben. Vor allem aber beweist er eine mögliche Antiproportionalität zwischen emotionalen und finanziellen Wert materieller Güter.
Fazit: Ein durchaus sehenswerter Film für einen sehr ruhigen Abend.